Glazialmorphologie
Gletscher haben seit mehreren zehntausend Jahren zur Formung der Berglandschaften beigetragen.
Derzeit ziehen sie sich zurück, doch die Spuren ihrer früheren Ausdehnung sind im Gelände noch sichtbar.
Aktivitäten für Schulen
3.1 Glaziale Ablagerungen
4.1 Die Eiszeittheorie: Geschichte in Kürze
Die Eiszeittheorie wurde zwischen 1840 und 1841 wissenschaftlich formuliert. Dabei handelt es sich um eine auf Feldbeobachtungen basierende Theorie, die besagt, dass Gletscher in der Vergangenheit größere Ausdehnungen hatten als heute.
5.2 Gletscherarchäologie
Die Entdeckung archäologischer Überreste auf den vom Eis freigegebenen Pässen liefert wichtige Informationen sowohl über die Geschichte der Besiedlung der grossen Alpentäler als auch über die Ausdehnung der Gletscher in der Vergangenheit.
5.5 Nutzung von Gletschereis
Bevor der Kühlschrank erfunden und auf den Markt gebracht wurde, wurden Lebensmittel durch natürliches Eis, Schnee und die Nutzung kühler Standorte haltbar gemacht. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Eis von einigen Schweizer Gletschern und Seen bis in die Grossstädte der Nachbarländer transportiert.
6.1 Gletscher-Surges
Einige Gletscher zeichnen sich durch starke Schwankungen in ihrer Fliessgeschwindigkeit aus: Sie wechseln zwischen «Ruhephasen» und Vorstossphasen.
1.3 Morphologie der Gletscher
Die Gletscher der Erde sind sind bezüglich unterschiedlicher Charakteristika so vielfältig, dass für deren Beschreibung verschiedene Klassifizierungsarten verwendet werden. Die klassische Typologie basiert auf ihrer Form (Eiskappe, Talgletscher, Kargletscher usw.), aber sie können auch nach ihrer Dynamik klassifiziert werden (Hängegletscher, regenerierter Gletscher, stark schuttbedeckter Gletscher usw.).
1.1 Der Gletscher als hydroklimatisches System
Ein Gletscher kann als hydroklimatisches System (natürliches System, welches eine klimatische und hydrologische Komponente umfasst) betrachtet werden. Die Entstehung und Persistenz von Gletschern ist stark von klimatischen Faktoren abhängig, hauptsächlich von Niederschlag (Schnee) und Temperatur, aber auch von Wind, Sonneneinstrahlung (Gesamtheit der von der Sonne emittierten elektromagnetischen Strahlung), Luftfeuchtigkeit und Regen. Die Morphologie eines Gletschers hängt auch von der Topografie (Relief) ab.
4.5 Gletscherschwankungen im Holozän
Das Holozän (11’650 Jahre cal BP bis heute) war relativ warm und klimatisch vergleichsweise stabil. Zwar gab es einige Gletscherschwankungen, doch waren diese im Vergleich zu den Vorstössen des Spätglazials sehr begrenzt und auf die hochalpinen Täler beschränkt. Eine besonders kalte Periode, die als Kleine Eiszeit bezeichnet wird, ereignete sich zwischen 1350 und 1850 n. Chr. (Abb. 1).
2.3 Makroformen der glazialen Erosion
Glaziale Makroformen sind auf regionaler Skala zu beobachten: Sie prägen die Alpentäler und sind der Ursprung bestimmter Bergseen.
6.3 Entleerung von Gletscherseen und Wassertaschen
Gletscher-Schmelzwasser fliesst nicht immer ruhig ab. Gletscherseen und glaziale Wassertaschen, welche sich plötzlich entleeren, können sich im Gletschervorfeld, auf dem Gletscher, an dessen Rändern oder am Gletscherbett bilden.
