Glazialmorphologie
Gletscher haben seit mehreren zehntausend Jahren zur Formung der Berglandschaften beigetragen.
Derzeit ziehen sie sich zurück, doch die Spuren ihrer früheren Ausdehnung sind im Gelände noch sichtbar.
Aktivitäten für Schulen
6.1 Gletscher-Surges
4.2 Klimaschwankungen und ihre Ursachen
Das Klima an der Erdoberfläche ist einem stetigen Wandel unterworfen und wechselt zwischen Warm- und Kaltzeiten. Die jüngste geologische Periode, das Quartär, dauert seit 2,6 Millionen Jahren und wird klimatisch besonders stark von den Schwankungen der Erdumlaufbahn beeinflusst.
4.1 Die Eiszeittheorie: Geschichte in Kürze
Die Eiszeittheorie wurde zwischen 1840 und 1841 wissenschaftlich formuliert. Dabei handelt es sich um eine auf Feldbeobachtungen basierende Theorie, die besagt, dass Gletscher in der Vergangenheit größere Ausdehnungen hatten als heute.
3.3 Glaziolakustrine Ablagerungen
Die glaziolakustrine Sedimentation betrifft Seen, die von der Gletscherdynamik beeinflusst werden (Abb. 1). Dieser Einfluss kann direkt sein, wenn sich ein See (noch) in direktem Kontakt mit dem Gletscher befindet (Eisrandsee), oder indirekt, wenn ein See mit Gletscher-Schmelzwasser gespeist wird.
4.3 Eiszeiten vom Präkambrium bis und mit Quartär
Die Erde, deren Klimageschichte generell wärmer war als heute, hat mindestens fünf Eiszeiten erlebt. Ein wichtiger Faktor für diese weltweiten Abkühlungen ist die Plattentektonik, die die Lage der Kontinente auf dem Globus verändert.
1.4 Formen der Eisdeformation an der Gletscheroberfläche
Gletscher bestehen aus Eis, das ein plastisches Material ist, aber sie liegen meist auf einem felsigen Untergrund auf, der sich nicht verformt. Durch die Reibung zwischen Eis und Fels entstehen Brüche oder «Gletscherspalten». Diese Spalten, die bis zu 50 m tief sein können, stellen eine Gefahr für Bergsteiger dar, die sich auf der Oberfläche von Gletschern bewegen.
3.2 Fluvioglaziale Ablagerungen
In Zeiten des Klimawandels führt das Schmelzen des Eises zur Freisetzung grosser Wassermengen, welche von der Gletscheroberfläche ans Gletscherbett, an dessen Ränder und schliesslich zum Gletschertor gelangen (Abb. 1). Dieses Wasser ist in der Regel mit sehr feinen Sedimenten angereichert, was ihm eine milchige Farbe verleiht. Daher bezeichnet man das grau oder weiss getrübte Gletscher-Schmelzwasser auch «Gletschermilch”.
6.3 Entleerung von Gletscherseen und Wassertaschen
Gletscher-Schmelzwasser fliesst nicht immer ruhig ab. Gletscherseen und glaziale Wassertaschen, welche sich plötzlich entleeren, können sich im Gletschervorfeld, auf dem Gletscher, an dessen Rändern oder am Gletscherbett bilden.
1.1 Der Gletscher als hydroklimatisches System
Ein Gletscher kann als hydroklimatisches System (natürliches System, welches eine klimatische und hydrologische Komponente umfasst) betrachtet werden. Die Entstehung und Persistenz von Gletschern ist stark von klimatischen Faktoren abhängig, hauptsächlich von Niederschlag (Schnee) und Temperatur, aber auch von Wind, Sonneneinstrahlung (Gesamtheit der von der Sonne emittierten elektromagnetischen Strahlung), Luftfeuchtigkeit und Regen. Die Morphologie eines Gletschers hängt auch von der Topografie (Relief) ab.
5.1 Das Verhältnis der Bergbevölkerung zu den Gletschern
Die Beziehung von Gesellschaften zu Gletschern variiert je nach Interesse, das sie ihnen entgegenbringen, je nach Geschwindigkeit und Intensität der Veränderungen der Gletscherumwelt und je nach Gründen, denen die Gesellschaften diese Veränderungen zuschreiben.
